Als Lied "Für Bayern" wurde die Hymne des Freistaates Bayern in der Bürger-Sänger-Zunft München von ihren Mitgliedern Michael Öchsner und Konrad Max Kunz 1860 geschaffen. Die Zünftler sangen das neugeschaffene Lied zum ersten Mal in ihrem damaligen Musiksaal im Orlandohaus am Münchner Platzl bei einem Zunftfest am 15. Dezember 1860. Dieses Lied wurde sofort die neue "Volkshymne" genannt und hat sich ohne amtliche Förderung in ganz Bayern rasch durchgesetzt. Offizielle Staatshymne wurde sie erst im Freistaat nach dem Zweiten Weltkrieg als Ausdruck von Heimatverbundenheit und Selbstbewusstsein der Bayern.
Da über die Geschichte und das Textverständnis der Hymne wenige Tatsachen gewusst und auch ausgesprochene Irrtümer im Umlauf sind, veröffentlichte der Bayerische Landesverein für Heimatpflege 1996 in seiner Zeitschrift "Schönere Heimat" neue Forschungsergebnisse des Historikers Johannes Timmermann.
Aus aktuellem Anlass erscheint dieser Aufsatz noch einmal neu, in einer vom Autor Johannes Timmermann leicht korrigierten Form unter Aufnahme von Forschungsergebnissen seit 1996.
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